15.11.2022

Viele Menschen empören sich darüber, dass die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar stattfindet. Die Kritik an der FIFA, die diese Fußball-WM an Katar vergeben hat, ist jedoch unberechtigt: Für die Weltmeisterschaft eines Fußballverbandes, dem Geld das Wichtigste ist und dem Menschenrechte gleichgültig sind und der Fußballspiele von Frauen als zweitrangig betrachtet und der nichts gegen Rechtsextremismus und Homofeindlichkeit im Fußballsport unternimmt, gibt es keinen geeigneteren WM-Austragungsort als Katar.

Unangebracht wäre es, wenn die FIFA eine Fußball-WM an ein von Harmonie und Genügsamkeit beseeltes Land wie Buthan vergäbe.

Katar hingegen verkörpert die Werte der FIFA. Und dieses Land erfüllt alle Bedingungen, die die FIFA an einen WM-Ausrichter stellt: hoher Korruptionsstandard, ausreichend Austragungsorte für Menschenrechtsverletzungen, Gleichberechtigung von Frauenverachtung und Homofeindlichkeit.

In Anbetracht dieser FIFA-Vergabekriterien ist als WM-Austragungsort höchstens der Vatikan ebenbürtig.

Katar hat mit der Bestechung der FIFA bewiesen, dass es die Botschaft des Profifußballs würdig vertreten kann. Während der DFB für die Fußball-WM 2006 in Deutschland einen im Vergleich geradezu lächerlichen Betrag gezahlt und die FIFA damit zu einem Opfer der deutschen Schnäppchenjäger-Mentalität gemacht hat, haben die in Katar lebenden Scheichs die FIFA angemessen bestochen und somit dafür gesorgt, dass sich Reichtum und Geldgier endlich wieder auf Augenhöhe begegnen.

Auch in anderer Hinsicht erweist sich Katar als idealer WM-Austragungsort: Menschen, die zeigen möchten, dass ihnen Menschenrechte gleichgültig sind, müssen dafür normalerweise bei Primark einkaufen oder im Internet Hasskommentare mit dreitausend Ausrufezeichen schreiben oder den Youtube-Kanal „Achtung Reichelt!“ betreiben. Bei der Fußball-WM in Katar hingegen brauchen sich diese Menschen einfach nur die WM-Spiele anzuschauen …

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