01.06.2022

Du, Donald Trump, hast auf dem Jahreskongress der US-Waffenlobby NRA mehr Schusswaffen gefordert und die laxen Waffengesetze in den USA verteidigt. Und das drei Tage, nachdem ein Jugendlicher an der Grundschule in Uvalde 19 Schulkinder und zwei Lehrerinnen erschossen hat.

Zudem hast Du Deine Forderung wiederholt, auch die Lehrer respektive Schulen in den USA solle man fortan mit Waffen ausrüsten, damit die Schulen sicherer würden.

Der in der US-Verfassung verankerte zweite Zusatzartikel, gültig seit dem 15. Dezember 1791, erlaubt jedem US-Bürger den Besitz und das Tragen von Waffen. Beschlossen wurde dies damals, damit sich jeder US-Amerikaner im Unabhängigkeitskampf gegen einfallende Briten wehren konnte. Gültig ist es noch heute, weil britische Soldaten bekanntermaßen immer noch ihre einstige Kolonie zurückerobern möchten – getarnt als Schüler und Lehrer an US-Schulen wie in Columbine und Uvalde, als dunkelhäutige Autofahrer bei Verkehrskontrollen sowie als Besucher eines Country-Musik-Festivals in Las Vegas.

Die von Dir, Donald Trump, wiederholte Forderung, auch die Lehrer respektive Schulen in den USA solle man fortan mit Waffen ausrüsten, damit die Schulen sicherer würden, beinhaltet auch für andere Probleme eine richtungsweisende Lösung: Aufgrund der Tatsache, dass in Deutschland immer mehr Straßenverkehrsteilnehmer nach Zusammenstößen mit SUV sterben, kaufen sich immer mehr Menschen SUV. Da Kinder aber besonders gefährdet sind, weil diese von den hochsitzenden SUV-Fahrern öfter übersehen werden, ist es nach Deiner Idee des gegenseitigen Aufrüstens höchste Zeit, die Sicherheit für Kinder dadurch zu gewährleisten, indem man ihnen das Fahren von SUV erlaubt.

Außerdem hast Du gefordert, es müsse in den USA fortan viel einfacher sein, gewalttätige und geistig verwirrte Menschen in psychiatrische Anstalten einzuweisen. Und es ist lobenswert, dass Du Dich in Zukunft woanders als erneut auf dem Stuhl des US-Präsidenten aufhalten möchtest.

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